Tag 2 auf Malta – 19.09.

Fortsetzung:

Nicht weit von unserem Hotel entdecke ich eine Katzenkolonie in einer Parkanlage direkt am Meer. Sie haben einen Unterschlupf, der sogar mit Kissen und Decken ausgestattet ist. Die Katzen sind überhaupt nicht scheu. Eine kommt sofort neugierig angelaufen und holt sich Streicheleinheiten. Kastriert sind sie auch, soweit ich das erkennen kann. Bis auf eine 1 Katze machen alle einen gesunden und entspannten Eindruck.

Sie werden wohl auch regelmäßig mit Futter versorgt. Denn als ein Restaurantangestellte gekochten Schinken auf eine Mauer legt, schnuppern die Katzen nur kurz und verschmähen den Schinken.

Wie ich später von Sigrid erfahre, hat sich der Bürgermeister von Sliema persönlich darum gekümmert, daß alle Katzen kastriert werden. Was ich hier sehe, ist wirklich vorbildlich, aber leider nicht überall so.

Abends 22:00 Uhr telefoniere ich mit Sigrid. Prepaid sei Dank kann ich mein Handy wieder benutzen und da ich jetzt eine maltesische SIM-Karte habe, auch günstiger. Sie ist gerade mit Elisabeth in der Garage und machen alles für das große Fotoshooting sauber. Elisabeth hat darauf bestanden! Insgesamt warten dort 19 Samtpfoten auf ein Ticket in ein besseres Leben…das stimmt mich nachdenklich…wie sollen wir das schaffen?

Wir wollen uns Samstag gegen 10:00 Uhr morgens in Paola treffen Ich fahre dann mit dem Bus von Sliema dorthin. Mal sehen, ob ich da auch wirklich ankomme!

Kurz vor dem Telefonat mit Sigrid, bekomme ich eine sehr traurige SMS von Maria…Karlchen, einer von den sechsen, die am 25.08. nach Deutschland gereist sind, mußte erlöst werden. Er hat so lange und tapfer gekämpft, aber dann versagten seine Organe. Viel zu jung mußte er seine letzte Reise antreten, und dabei wollte er so gerne leben. Karlchen, es tut uns allen sehr leid!

Dieser Tag geht sehr traurig zu Ende…