Fortsetzung der Geschichte eines Katers aus Malta oder Oskar, ein großer Kämpfer

Als Oskar im März 2009 bei mir einzog, war er bereits auf dem linken Auge blind. Aber das störte mich nicht, und ihn auch nicht. Mit seinem Charme hatte er gleich alle einschließlich der 3 Artgenossen um die Pfoten gewickelt. Jack, mein 1. Maltakater, nahm sich seiner an und passt bis heute gut auf ihn auf. Er ist wirklich ein toller Onkel!

Und dann eines Abends im Mai zog Oskar sich zurück. Er musste starke Schmerzen haben, also ab zum Tierarzt.

Dieser meinte bei der Untersuchung: „Mir läuft es gerade kalt den Rücken ´runter.“
Die niederschmetternde Diagnose: das blinde Auge musste raus, abends noch Not-OP! Als ich wieder im Auto saß ohne Oskar, habe ich erstmal bis 100 gezählt um nicht loszuheulen.

Glücklicherweise ist die OP gut verlaufen und am nächsten Nachmittag durfte ich ihn wieder nach Hause holen. Natürlich musste er die folgenden 10 Tage einen Trichter tragen, damit er auf keinen Fall an die frische OP-Wunde kommt. Der Tierarzt hatte mir gesagt, daß es ein paar Tage dauern könnte bis er sich daran gewöhnt hat. Er kannte Oskar noch nicht! In meinen Wohnungstüren habe ich Katzenklappen, die ich seit Oskar eingezogen war, alle hochstellen musste, da er nicht durchging. Wunderbar dachte ich.

Machst Du alle Klappen runter und somit kommt er nicht ins Treppenhaus und fällt evtl. noch mit Trichter die Treppe herunter. Tja, da habe ich wohl falsch gedacht. Oskar ging mit Trichter durch die Klappen und ich habe blöd geguckt. Er kletterte die Kratzbäume in einer Geschwindigkeit hoch und runter, daß mir Angst und Bange wurde. Er sprang auf dem Balkon von Ausguck zu Ausguck. Er machte alles was er vorher auch gemacht hat. Für ihn war dieser Trichter kein Hindernis! Eines Abends saß er sogar unter dem Sofa. Wie war er denn dahin gekommen? Schnell Hilfe geholt, um das Sofa anzuheben. Kurze Zeit später saß er wieder darunter, aber diesmal hatte ich gesehen wie er es macht und war beruhigt, daß er auch ohne Hilfe wieder darunter weg kommt. Nur beim Fressen brauchte er meine Hilfe. Natürlich war er froh als dieses blöde Ding wieder ab war (und ich erst!) und hat sich erst mal stundenlang geputzt.

Oskar ist ein Kämpfer! Er lässt sich durch nichts unterkriegen oder aufhalten. Was er will, das will er (oder auch nicht!). Da kann er stur wie ein Esel sein. Und er liebt das Leben und genau das strahlt er aus: eine enorme Lebensfreude, die jedem Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Oskar ist das beste Beispiel, daß auch Katzen mit Handicap ein schönes und glückliches Leben führen können. Was wir Menschen als Behinderung wahrnehmen, gleichen die Tiere mit ihren anderen Sinnen wieder aus. Oskar fühlt sich jedenfalls nicht behindert, und für mich ist er der süßeste Kater der Welt!

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